Schulprogramm

1. Leitbild

Das Leitbild beschreibt Grundsätze und Ziele, die im täglichen pädagogischen Handeln Berücksichtigung finden und angestrebt werden wollen.

Die Schulgemeinschaft hat sich eine pädagogische Grundrichtung gegeben, die sich im Leitbild ausdrückt und die Arbeit an der Schule prägt.

Leitbild

Unsere Grundschule hat das Ziel, alle Kinder im entsprechenden Alter bei allen ihren persönlichen Unterschieden und Voraussetzungen bestmöglich zu fördern.

Unsere Kinder sollen ihre Persönlichkeit entwickeln

Sie sollen ermutigt werden, das zu erreichen, was in ihnen steckt, d. h.

* ihre körperlichen, seelischen und geistigen Kräfte trainieren, ihre musischen und praktischen Fähigkeiten entfalten

* Freude an der Schule bekommen und behalten.

Um diese Ziele zu verwirklichen, müssen sich alle Beteiligten ständig bemühen, die Schule für die Kinder kindgemäß und ideenreich zu gestalten.

Christliche Tradition

Die Katharinenschule versteht sich als christliche Grundschule.

Jede Erziehung folgt – bewusst oder unbewusst – einem bestimmten Welt- und Menschenbild. In der Katharinenschule ist dieses Welt- und Menschenbild geprägt von der christlichen Tradition.

Für uns als christliche Grundschule erhält diese dreifache Zielsetzung folgende Konkretisierungen

Achtung vor Gott

* Gott als den Schöpfer, Sinn und Ziel unseres Lebens zu begreifen
 uns Gottes Liebe anvertrauen und daraus Kraft schöpfen, denn wir sind wertvoll, so wie wir sind
 den eigenen Glauben mit Menschen feiern und Möglichkeiten der Verehrung Gottes kennen lernen.

Daraus erwächst die Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders – auch mit der Natur

Achtung vor dem Nächsten

* aufmerksam und sensibel werden für eigene und fremde Probleme
 lernen, andere Meinungen zu tolerieren und einander mit unseren Stärken und Schwächen anzunehmen
 in Streitfällen Schuldeingeständnisse ermöglichen und Formen der Verzeihung und Versöhnung einüben.
Soziales Handeln

Auf dieser Grundlage eines friedlichen und gerechten Miteinanders wollen wir versuchen, unseren Kindern die Bereitschaft zu sozialem Handeln zu wecken:

* staunen lernen über die Welt als Gottes Schöpfung und sie als Geschenk und Aufgabe verstehen
 Verantwortung in der Klassen- und Schulgemeinschaft übernehmen
 kennen lernen, wie andere Kinder auf dieser Erde leben und sich für ihre Belange interessieren und ein-setzen.

2. Katharinenschule im ländlichen Raum

Die Gemeinde Bakum ist mit 6047 Einwohnern (31.12.2014) die kleinste Gemeinde im Landkreis Vechta. Die Bevölkerungsdichte beträgt ca. 77 Einwohner pro qkm. Das Gemeindegebiet gliedert sich in 14 Ortschaften, auch Bauernschaften genannt. Diese gehören wiederum zu vier Kirchspielen. Dies sind die historisch gewachsenen vier katholischen Kirchengemeinden im Bereich der politischen Gemeinde Bakum – geordnet nach der Größe sind es Bakum,
Lüsche, Vestrup und Carum.

Zum Kirchspiel Bakum gehören die Orte: Bakum, Büschel, Lohe, Westerbakum, Molkenstraße, Märschendorf, Elmelage, Harme, Daren, Schledehausen. Zum Kirchspiel Vestrup gehören die Ortschaften Vestrup und Hausstette. Die Ortschaften Lüsche und Carum bilden je ein eigenes Kirchspiel. Neben diesen vier katholischen Kirchengemeinden gibt es die evangelische Kirchengemeinde, die das Gebiet der politischen Gemeinde abdeckt.

Zum Einzugsbereich der Katharinenschule gehören das Kirchspiel Bakum und der Ort Vestrup. Die Schule liegt am Ortsrand von Bakum unmittelbar am Waldgebiet „Pastors Busch“. Das Schulgelände grenzt am Hopfenweg an eine ca. 60 ha große landwirtschaftliche Fläche mit den dahinter zerstreut liegenden Bauernhöfen zur einen Seite und zur anderen Seite mit dem Blick auf den Dorfpark.

Die Katharinenschule wurde 1997 neu erbaut und im Jahr 2005/2006 durch einen Anbau ergänzt. Mit Einführung der Ganztagsschule wurden zwei Klassenräume zugunsten einer Mensa und eines Essraums umgebaut.

Der Name Katharinenschule hat einen traditionellen Bezug zur Bakumer Geschichte. Im Mittelalter gehörte zur Pfarrei Bakum eine Katharinen-Vikarie. Sie war eine Stiftung der Herren von Sütholte. Zu dieser Stiftung gehörte auch ein Altar der Hl. Jungfrau Katharina. Der Katharinenhof – der heutige Hof Langeland in Westerbakum – war die Wohnung des Vikars und wurde von diesem frei aller Abgaben und Lasten bewirtschaftet. Hieran erinnert heute eine Statue der Hl. Katharina in der St. Johannes-Kirche.

Ein Bild der Hl. Katharina, von einer Bakumer Künstlerin gemalt,
hängt im Eingangsbereich der Schule.

2.1 Das Schulgebäude und Schulgelände

Das Gebäude der Katharinenschule hat sich aus Neubau, An- und Umbauten entwickelt.

Durch den Anbau im Jahr 2005 verfügt die Schule über 10 Klassenräume. Als Fachräume stehen ein Werk-/Kunstraum, ein Musikraum, ein Religionsraum für evangelische Religion, ein kleiner Computerraum, ein Lese-/Ruheraum, ein Besprechungszimmer und ein Betreuungs-/Krankenzimmer zur Verfügung. Die kleineren Räume können zusätzlich als Gruppenräume für z.B. Förderunterricht genutzt werden.

Zu den Verwaltungsräumen gehören das Rektorenzimmer, das Konrektorenzimmer, das Lehrerzimmer sowie das Schulsekretariat.

Zentraler Punkt im Gebäude ist die helle, farbenfrohe Pausenhalle mit der umlaufenden Galerie im ersten Stock. In der Halle kann eine zweistufige Bühne für Vorführungen aller Art genutzt werden.

Die Klassenräume sind mit Nadelfilzböden ausgestattet. Der Geräuschpegel wird so in Verbindung mit den Korkwänden reduziert. Damit die Böden sauber gehalten werden, wechseln die Kinder ihre Schuhe und tragen während des Unterrichts Hausschuhe. Für den Schuhwechsel sind in den Fluren Schuhregale über den Garderoben angebracht.

Rund um das Schulgelände befindet sich eine großzügige Spielfläche mit diversen Spielgeräten. Als Nottreppe befindet sich in Höhe des erstens Stocks zusätzlich eine Rutsche.

Für den Leichtathletikunterricht und die Bundesjugendspiele wurde Ende des Jahres 2015 die Laufbahn von 50 m auf 100 m verlängert. Diese kann nun auch von der Oberschule für den Sportunterricht genutzt werden. Zwei Sprungbahnen befinden sich ebenfalls auf dem Schulgelände. Sport- und Schwimmhalle liegen in unmittelbarer Nähe der Schule und können zu Fuß gefahrlos durch den Dorfpark erreicht werden.

2.2 Schülerschaft

Im Schuljahr 2015/2016 werden 187 Schülerinnen und Schüler an der Schule unterrichtet. In den Jahrgängen zwei bis vier gibt es jeweils zwei Parallelklassen, im Jahrgang eins sind es drei Klassen.

Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule wurden seit dem Schuljahr 2010/2011 wie folgt auf die weitergehenden Schulen empfohlen.

Schuljahr Schüler
Gesamt Empfehlungen Anmeldungen
HS RS GY OBS GYM
2010/2011 49 13 21 15 32 17
2011/2012 57 8 26 23 30 27
2012/2013 39 15 13 11 30 9
2013/2014 52 18 19 17 28 24
2014/2015 57 19 22 16 34 23

Ab dem Schuljahr 2015/2016 erfolgt keine Schullaufbahnempfehlung im herkömmlichen Sinne mehr, stattdessen werden zweimal im 4. Schuljahr Beratungsgespräche durchgeführt.

Eine Evaluation erfolgt in den kommenden Jahren.

2.2.1 Schülervertretung

Seit Oktober 2013 bilden die Klassensprecherinnen und Klassensprecher der dritten und vierten Klasse den Schülerrat der Schule.

In diesem Gremium lernen die Kinder, ihre Klasse zu vertreten und sie können im Interesse der Schulgemeinschaft Vorschläge einbringen und gemeinsam nach Lösungen suchen (siehe Konzept „Wir mischen mit“).

2.3 Personal

Für die Erziehungs- und Lehrtätigkeit stehen elf Lehrkräfte, eine Lehramtsanwärterin und ein Förderschullehrer mit unterschiedlicher Stundenverpflichtung zur Verfügung.

In der Verlässlichen Grundschule arbeiten zusätzlich vier pädagogischen Mitarbeiterinnen. Im Ganztag sind zusätzlich vier pädagogische Mitarbeiter tätig. Zum weiteren Personal gehören ein Schulhausmeister und eine Sekretärin.

Regelmäßig betreuen die Lehrerinnen Praktikanten von der berufsbildenden Schule Marienhain/Vechta oder von der Universität Vechta/Osnabrück.

2.3.1 Fortbildung

Sowohl für die Schulentwicklung als auch für die Qualitätsentwicklung ist die Lehrerfortbildung von großer Bedeutung. Sie unterstützt Lehrkräfte sowie pä-dagogische Mitarbeiterinnen bei der Erweiterung ihrer fachlichen, didaktischen und erzieherischen Kompetenz und fördert somit die Weiterentwicklung des Unterrichts.

Regelmäßig nehmen Kolleginnen an den für ihren Fachbereich geeigneten Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen teil. Fortbildungen im Verbund des Lehrerkollegiums (SchiLf) sowie der Erste-Hilfe-Kursus (alle drei Jahre) sind für alle Lehrkräfte verpflichtend.

Ergebnisse von individuellen Fortbildungen geben die Lehrkräfte als Multiplikatoren in Dienstbesprechungen oder Fachkonferenzen an das Kollegium weiter.

Alle Fortbildungen werden bescheinigt und der Personalnebenakte beigefügt.

Der Fortbildungsschwerpunkt für das gesamte Kollegium in den nächsten drei Jahren ist festgelegt. Das erste von drei Modulen zur „Inklusiven Schule“ unter Leitung des NLQ fand im Januar 2016 statt. Diese SchiLf wird in Kooperation mit der Christophorus-Schule Lüsche durchgeführt.

2.3.2 Vertretung/Unterrichtsausfall

 Vertretung

Die Katharinenschule organisiert den Vertretungsunterricht auf der Grundlage eines vereinbarten Konzeptes (siehe Vertretungskonzept).

Das wichtigste Ziel der Vertretung ist eine kontinuierliche und sinnvolle Fortführung des Unterrichts.

Im Rahmen des der Schule zur Verfügung stehenden Budgets werden vornehmlich pädagogische Mitarbeiterinnen für die Vertretung eingesetzt. An der Schule sind zurzeit drei pädagogische Mitarbeiterinnen tätig, darunter eine ausgebildete Lehrkraft, die eigenständigen Unterricht erteilen darf. Der Einsatz von Vertretungskräften wird organisatorisch von der Konrektorin der Schule betreut.

 Vertretungssituation im Ganztag

Mit Einführung der Ganztagsschule zum Schuljahr 2012/2013 wird die Vertretung für die pädagogischen Mitarbeiterinnen im Nachmittagsbereich wie folgt geregelt:
– Arbeitsgemeinschaften werden zusammengelegt
– Lehrkräfte, die bei der Hausaufgabenbetreuung eingesetzt sind, übernehmen eine Arbeitsgemeinschaft.

 Unterrichtsausfall bei besonderen Witterungsbedingungen

Führt die Wetterlage dazu, dass die Schülerbeförderung bzw. der Weg zur Schule unzumutbar sind, trifft der Landkreis Vechta die Entscheidung, ob der Unterricht ausfällt. Ist eine Anordnung auf Unterrichtsausfall erfolgt, werden Schüler und Schülerinnen, die dennoch zur Schule kommen, bis 12.10 Uhr betreut. Sollte der Landkreis keinen Ausfall des Unterrichts angeordnet haben, entscheiden die Erziehungsberechtigten, ob sie ihr Kind zu Hause lassen.

2.4 Elternmitwirkung/Förderverein

 Elternmitwirkung

Die Erziehungs- und Bildungsarbeit wird an der Katharinenschule auf vielfältige Art und Weise von den Eltern unterstützt und gefördert. Eltern engagieren sich sowohl im individuellen Bereich in der pädagogischen Arbeit als auch übergreifend im Klassenverband und der Schulorganisation. In den Gremien (Schulvorstand, Schulelternrat, Klassenelternrat, Gesamt-, Zeugnis- und Fachkonferenzen) ist eine kontinuierliche Mitarbeit der Eltern von großer Wichtigkeit. Eine auf Vertrauen, Wertschätzung, Verständnis und Ehrlichkeit basierende Beziehung zwischen Eltern, Lehrkräften und Schulleitung sorgt dafür, dass Probleme und Meinungsverschiedenheiten offen ausgesprochen und diskutiert werden können und objektiv gelöst werden.

Im Schulvorstand bringen sich die Eltern aktiv ein und gestalten so die Grundzüge der pädagogischen Arbeit mit.

Im Schulelternrat werden alle die Schule und Schülerschaft betreffenden Fragen erörtert und besprochen. Die Eltern unterstützen die Lehrkräfte bei klasseninternen Veranstaltungen (Klassenfrühstück, Klassenfeste, Begleitung zu außerschulischen Lernorten, Gottesdiensten) und bei schulischen Veranstaltungen (Projekttage, Schulfest, Sportwettkämpfen).

Die Schule ist bemüht, neben den regelmäßig stattfindenden Elternabenden eine Reihe weiterer Kontaktmöglichkeiten und Angebote bereitzustellen. Hierzu zählt neben der telefonischen Erreichbarkeit der Lehrkräfte und dem Informationsaustausch über den Hausaufgabenplaner das Gesprächsangebot an zweimal jährlich stattfindenden Elternsprechtagen oder Beratungsgesprächen.

Für die Selbstevaluation (umfassende schriftliche Elternbefragung zur offenen Ganztagsschule im April 2016, Auswertung im Juni 2016) spielt die Sicht der Eltern auf die Schule eine gewichtige Rolle.

Das gesellige Beisammensein (Kohlessen, Spargelessen, Radtouren mit dem Schulelternrat und den Lehrkräften) gehört zur Schulkultur.

In jedem Schuljahr werden die Eltern durch einen Terminplan über anstehende Termine und Veranstaltungen informiert.

 Förderverein

Der Förderverein der Schule hat das Ziel, die Schule finanziell und kulturell zu unterstützen. Darüber hinaus bietet er Eltern und Lehrern einen Rahmen, um sich über den regulären Schulbetrieb hinaus für das Zusammenleben an der Schule zu engagieren und die Entwicklung der Schule mitzugestalten. Im Zentrum steht dabei das Wohl der Kinder.

Der Förderverein wurde 2003 gegründet und als eingetragener Verein vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.

Durch die finanzielle und aktive Unterstützung des Fördervereins konnten in den zurückliegenden Jahren verschiedene Projekte gefördert werden:

– Kauf eines Keyboards
– Anschaffung von Spielekisten für die aktive Pause
– Anschaffung eines Klassensatzes Neukirchner Schulbibeln
– Anschaffung zusätzlicher Laptops
– Kauf von Trikots für die Schulmannschaft bei regionalen Turnieren
– Anschaffung von Klassensätzen Literatur
– Aktive Unterstützung bei Schulfesten

2.5 Gestaltung des Schultages

2.5.1 Lernen und Lehren

Auf der Basis der geltenden gesetzlichen Bestimmungen wurden die Curricula für alle Fächer erarbeitet. Die schuleigenen Arbeitspläne und die Lernanforderungen für den Unterricht sowie die Kriterien zur Leistungsbewertung sind jederzeit in der Schule einsehbar und werden zu Beginn eines neuen Schuljahres den Eltern vorgestellt.

Die Lehrkräfte arbeiten in Jahrgangsteams an der Vorbereitung, Bewertung und Analyse von Lerninhalten, Lernzielen und Lernzielkontrollen regelmäßig zusammen.

Der Unterricht ist inhaltlich an den schuleigenen Arbeitsplänen und damit an den Bildungsstandards ausgerichtet. Dabei werden Lernangebote didaktisch
und methodisch auf die individuelle Leistungsbereitschaft weitgehend abgestimmt, wobei die pädagogische Freiheit jeder Lehrkraft gewährleistet ist.

Im Unterricht erfahren die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung der Lehrkraft verschiedene Methoden, wie Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Arbeit mit Medien (Elmo, Computer, OHP, schuleigenes Instrumentarium usw.), Stationslernen, Wochenplanarbeit, die das selbstständige Lernen fördern.

Das selbstständige Lernen und die Selbstsicherheit werden ebenfalls durch Präsentationen, Referate, Interviews, Rollenspiele, Auftritte bei „Jeder kann etwas“ gefördert.

Alle Klassen erhalten Förderunterricht, der sowohl von den Klassenlehrerinnen als auch von klassenfremden Lehrkräften erteilt wird.

In den frei gewählten Arbeitsgemeinschaften, Projekten und außerschulischen Lernorten werden den Schülern abwechslungsreiche Unterrichtsformen angeboten.

2.5.2 Offener Unterrichtsbeginn

Ab 7.15 Uhr können die Kinder in das Schulgebäude. Eine Lehrerin ist anwesend, um Aufsicht zu führen. In der Zeit von 7.15 Uhr bis 7.35 Uhr gibt es einen gleitenden Schulanfang. Die Kinder halten sich im Schulgebäude oder in den Klassenräumen auf und haben die Möglichkeit sich zu beschäftigen oder mit anderen Kindern zu spielen.

2.5.3 Unterrichts- und Pausenzeiten

Das zeitliche Raster stellt sich von Montag bis Donnerstag wie folgt dar:

7.15-7.35 Uhr Offener Beginn
7.35-8.20 Uhr 1. Stunde
8.25-9.05 Uhr 2. Stunde
9.05 -9.10 Uhr Gemeinsames Frühstück in den Klassen
9.10-9.30 Uhr Große Pause
9.30-10.15 Uhr 3. Stunde
10.20-11.05 Uhr 4. Stunde
11.05-11.20 Uhr Große Pause
11.20-12.05 Uhr 5. Stunde für Klasse 3 und 4,
freiwillig: Betreuung für Klasse 1 und 2

Der offene Ganztag ist von Montag bis Donnerstag.

12.10-13.10 Uhr Mittagessen, Pause, Zeit zum Ausruhen
13.10 -14.00 Uhr Hausaufgabenbetreuung
14.05-15.05 Uhr Arbeitsgemeinschaften

Freitags ist für alle Kinder von Klasse 1 bis 4 Unterricht von der 1. bis zur 5. Stunde. Für die Kinder der Klassen 3 und 4 finden in der 6. Stunde (12.10 Uhr -12.55 Uhr) unterschiedliche Arbeitsgemeinschaften statt.

Auf dem Schulhof können die Kinder während der beiden Pausen ihrem Bewegungsdrang und Spielbedürfnissen nachkommen. Hierfür bieten den Kindern Schaukeln, Rutsche, Klettergerüst, Bolzplatz u.a. vielfältige Anregungen zum Klettern, Spielen, Balancieren und Toben.

Für die beiden großen Pausen sind zwei Lehrkräfte zur Aufsicht eingeteilt (siehe Aufsichtsplan). Die Klassenräume werden abgeschlossen.

Für Regenpausen (siehe Konzept) gibt es im Gebäude verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten wie Gesellschaftsspiele, Mal-, Lese- und Bastelangebote.

2.5.4 Schulordnung und Klassenordnung

 Schulordnung

Die Schulordnung regelt das friedliche Miteinander und das Zusammenleben an der Schule. Ein gelungenes Miteinander ist die Grundlage für ein gutes Schulklima und bietet die Chance, demokratische Verhaltensweisen bei den Schülerinnen und Schülern einzuüben und zu festigen.

Für unsere Schule wurden folgende Regeln gefunden.

Unsere Schulordnung

Die folgenden Regeln haben Gültigkeit für uns alle,
• für Lehrerinnen und Lehrer,
• für Kinder,
• für die Erzieherinnen der Betreuungsgruppe
• für die Schulsekretärin und den Hausmeister,
• für die Eltern unserer Schülerinnen und Schüler
• und für alle Gäste unserer Schule.

Regeln, die uns helfen, dass alle sich wohl fühlen können.
Schule soll für alle angenehm sein.

Wir sind freundlich zueinander.
• Wir grüßen einander.
• Wir helfen uns gegenseitig.
• Wir sind höflich zueinander.
• Wir lassen andere ausreden.

Wir gehen rücksichtsvoll miteinander um.
• Niemand tut einem anderen weh.
• Niemand ärgert und stört andere beim Spiel.
• Niemand beschimpft andere oder lacht sie aus.
• Niemand macht einem anderen Angst.

Wir behandeln alle Dinge in der Schule sorgfältig.
Schuleigentum
• Wir öffnen und schließen Flur- und Schranktüren leise.
• Wir halten Tische, Stühle und den Klassenraum sauber.
• Wir gehen mit dem Material in der Klasse vorsichtig um und räumen es wieder an seinen Platz.

 Klassenregeln

Für das Zusammenleben in Familie und Schule sind Regeln wichtig und unerlässlich. Regeln setzen Grenzen, vermitteln aber auch innerhalb dieser Grenzen Klarheit und Zuverlässigkeit. Alle Klassen erarbeiten zwischen Lehrern und Schülern zusätzliche klasseninterne Regeln, die innerhalb der Klassen ausgehängt werden oder auch als Klassenvertrag unterschrieben werden.
2.5.5 Lesepaten

Das Projekt „Lesepaten“ wird seit dem 2. Halbjahr 2012/2013 an der Katharinenschule erfolgreich verwirklicht. Einmal wöchentlich kommt eine Lesepatin bzw. ein Lesepate immer zur selben Stunde in die Grundschule.

Ohne jeglichen Druck lesen dann die jeweils von den Lehrerinnen ausgewählten Schülerinnen und Schüler mit ihren Paten. Die Kinder erfahren eine Bestätigung ihrer Leseleistung und werden angeregt, sich mit dem vorzulesenden Text zu beschäftigen. Durch Kontinuität, Geduld und Zuwendung wird den Kindern Spaß am Lesen und Selbstvertrauen in ihre Fähigkeiten vermittelt.

Im Projekt „Lesepaten“ erfahren die Kinder nicht nur eine gezielte Förderung im Lesen und sprachlichen Handeln, sondern sie werden auch in ihrer Selbst- und Sozialkompetenz gestärkt.

Die Lesepaten werden von den Klassenlehrern unterstützt.

2.5.6 Sauberer Schulhof

Ein sauberer Schulhof und eine saubere Umwelt sind sehr wichtig. Verantwortungsbewusste Müllentsorgung lässt alle in der Schule auf einem sauberen Schulhof spielen. So kann man sich wohlfühlen!

Zur Vermeidung von Müll werden die Eltern auf einer Informationsveranstaltung darauf hingewiesen, dass sie ihren Kindern das Frühstück in einer Brotdose mitgeben und Getränke möglichst in Trinkflaschen abfüllen.

Die Aktion „Sauberer Schulhof“ wird jeweils wöchentlich von einer Klasse ausgeführt. Ein Übersichtsplan hängt in allen Klassen sowie in einem Schaukasten im Eingangsbereich der Schule aus. So können die Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig erinnern und ihre übernommene Aufgabe zuverlässig erledigen. Die Eimer und Zangen zur Ausführung des Dienstes werden vom Schulhausmeister zur Verfügung gestellt.

Um Schmutz in der Schule zu vermeiden, trägt jedes Kind im Schulgebäude Hausschuhe.

2.5.7 Hausaufgabenplaner

Einen Hausaufgabenplaner, der die Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus erleichtern soll, wurde zum Schuljahr 2012/2013 eingeführt. Ab Klasse 2 erhalten die Schüler einheitliche Planer, worin sie täglich ihre Hausaufgaben festhalten. Sie sind nicht zu dick und schwer und genau passend. Jeder Tag ist mit Datum ausgewiesen.

Ein Feld für Mitteilungen von Lehrern oder Entschuldigungen von Eltern ist enthalten. Eltern und Lehrer können hierüber kommunizieren und tauschen sich bei Bedarf über Notizen in dem Planer mit den Lehrern aus. Persönliche Angaben können ebenso notiert werden wie wichtige Informationen und Telefonnummern. Freie Tage und Schulferien sind schon eingetragen.

Die Kinder lernen Hausaufgaben und andere Informationen möglichst selbst-ständig nach einer vorgegebenen Struktur zu notieren. Sie sind dafür verantwortlich, die Aufgaben ordnungsgemäß in den Planer zu schreiben. Einmal wöchentlich bestätigen Eltern mit ihrer Unterschrift, dass sie alle Informationen zur Kenntnis genommen haben.

Das Notieren der Hausaufgaben gelingt auch schon den Erstklässlern ab dem zweiten Schulhalbjahr.

Ab dem Schuljahr 2016/2017 wird der Hausaufgabenplaner schon von Beginn an im ersten Schuljahr eingesetzt.

2.5.8 Arbeitsgemeinschaften

In den 3.und 4. Klassen werden Arbeitsgemeinschaften jeweils für ein Halbjahr oder für einen vorab festgelegten Zeitrahmen angeboten. Die Schülerinnen und Schüler wählen drei von den Angeboten aus, für die sie sich besonders interessieren. Die Zuordnung geschieht unter Berücksichtigung einer günstigen Zu-sammensetzung der Gruppe und Vermeidung von wiederholter Teilnahme an derselben Arbeitsgemeinschaft.

Die Themen der laufenden AG‘s sind: Fußball, Völkerball, Schwimmen, Experimentieren, Basteln mit Papier u.a.

Vorrangig wird Wert auf Sport- und Schwimm-AGs gelegt, da Bewegung, Sport und Spiel einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und zur gesundheitlichen Prävention leisten.

2.6 Schulleben

 Einschulung

Vor den Sommerferien werden die zukünftigen Erstklässler zu einer Schnupperstunde in die Schule eingeladen, wobei sie ihre Klassenlehrerinnen kennen lernen. Ebenfalls noch vor den Sommerferien findet für die Eltern der Schulneulinge ein Elternabend statt mit wichtigen Informationen für ihre Kinder.

Am Einschulungstag findet für Eltern, Kinder und Gäste in der katholischen St. Johannes-Kirche ein ökumenischer Wortgottesdienst statt. Die anschließende Begrüßungsfeier für die Erstklässler und ihre zahlreichen Gäste findet in der Pausenhalle unserer Schule statt und wird von den Lehrkräften und Schülern der neuen Klassen 4 vorbereitet.

Während die Schulneulinge ihre erste Unterrichtsstunde mit ihren Klassenlehrerinnen erleben, werden die Eltern durch Kollegen über Stundenplan, Busfahrpläne, Betreuung usw. informiert.

 Schulfest

Alle vier Jahre findet ein Schulfest statt, damit jeder Schüler im Laufe seiner Grundschulzeit an einem solchen Fest beteiligt ist. Das Schulfest wird organisiert und durchgeführt vom Schulelternrat, den Elternvertretern der Klassen, dem Kollegium und den Schülern. Außerschulische Gruppen beteiligen sich gerne mit Ständen, Ausstellungen oder Aktionen (Jägerschaft, Musikschule, Sportvereine, Fischereiverein usw.).

 Sportfeste

Im Laufe des Schuljahres finden statt:
– Bundesjugendspiele
– Schwimmwettkampf
– Leichtathletikfest
– Spielefest (Fußball/Völkerball) in Bakum
– Schwimmfest in Vechta

 Rosenmontag

Am Rosenmontag wird zunächst kostümiert mit den Klassenlehrerinnen in den einzelnen Klassenräumen Karneval gefeiert. Nach der großen Pause findet in der Sporthalle ein buntes Rahmenprogramm statt, welches der Fachbereich Sport und unsere pädagogischen Mitarbeiter organisieren.

 Volksfest

Zum alljährlichen Volksfest in Bakum, das am ersten Wochenende nach Pfingsten stattfindet, beteiligt sich die gesamte Schüler- und Lehrerschaft am Festumzug. Jede Klassenstufe oder die Schulgemein-schaft überlegt sich ein Motto, zu dem eine passende Kostümierung vorbereitet wird. Am Volksfestmontag organisiert ein Teil des Kollegiums in Absprache mit den örtlichen Kindergärten einen Kindernachmittag im Festzelt.

 Zeitungsprojekt mit der OV

Regelmäßig nehmen die vierten Klassen im Rahmen des Deutschunterrichts am Zeitungsprojekt der hiesigen „Oldenburgischen Volkszeitung“ teil.

Feiern im Advent

In der Woche vor dem ersten Advent findet ein Projekttag statt, der der Ausschmückung der Klassenräume, der Pausenhalle und des Lehrerzimmers dient. An einem Adventsmontag findet ein gemeinsames Singen von Weihnachtsliedern unterm Adventskranz in der Pausenhalle statt.

 Plattdeutscher Lesewettbewerb

Dieser Wettbewerb wird im zweijährigen Rhythmus vorbereitet und durchgeführt. Die Teilnahme ist freiwillig. In den dritten und vierten Klassen wird zunächst ein Klassensieger ermittelt. Die Klassensieger müssen sich danach vor einer ausgewählten Jury (Lehrkräfte, Vertreter des Heimatvereins) behaupten. Schließlich treten die Jahrgangssieger beim plattdeutschen Lesewettbewerb auf Kreisebene an. Hier werden sie von einer Lehrkraft begleitet.

2.7 Kooperationen mit …

2.7.1 … Kindergärten und weiterführenden Schulen

 Kindergärten

Zwischen den Kindergärten in Bakum und der Grundschule besteht eine enge Kooperation, um den Schulneulingen einen fließenden Übergang zwischen Kindergarten und Schule zu ermöglichen. Folgende Aktionen zwischen Kindergärten und der Schule finden regelmäßig statt und sind fest im Jahresablauf eingeplant.

– Anmeldung und Sprachüberprüfung im Jahr vor der Einschulung
– Sprachförderung durch Lehrkräfte im Kindergarten im Jahr vor der Einschulung
– Schuluntersuchung durch das Gesundheitsamt in der Schule
– Rektorin besucht Kinder im Kindergarten und beobachtet sie dort
– Gespräche der Rektorin mit den Erzieherinnen
– eventuell Besuch der zukünftigen Erstklässler zu einem Theaterstück oder zu „Jeder kann etwas…“
– Erfragung des Wunschpartners für die neu zu bildenden Klassen
– Aufteilung der Klassen
– Rücksprache mit den Erzieherinnen bezüglich der Klassenzusammensetzung
– Schnupperstunde mit der neuen Klassenlehrerin
– jeder zukünftige Erstklässler bekommt einen Paten aus dem dritten Schuljahr
– informierender Elternabend in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien
– Einschulung mit Einschulungsgottesdienst, Einschulungsfeier, weiteren Informationen für die Eltern und erste Unterrichtsstunde

Zum Ende der Grundschulzeit kommt die Entscheidung der richtigen Schulform auf die Eltern zu. Da sie diese Entscheidung treffen müssen, ist hier eine gründliche Beratung nötig. Die einzelnen Stationen sind:
– in einer Veranstaltung zum Ende des 3. Schuljahres werden die Eltern über die Ziele, Anforderungen und unterschiedliche Bildungsgänge der weiterführenden Schulen (St. Johannes Ober-schule, Liebfrauenschule Vechta, Thomas Kolleg Vechta und Gymnasium Antonianum Vechta) informiert
– die Schüler der 4. Klassen erleben Schnuppertage an den weiterführenden Schulen
– zwischen der Grundschule Bakum, Lüsche und der St. Johannes Oberschule erfolgt hinsichtlich der Zusammensetzung der zukünftigen 5. Klassen eine intensive Zusammenarbeit
– die Oberschule lädt die Lehrerinnen der ehemaligen Viertklässler ein und bespricht die Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler des ehemaligen vierten Schuljahres
– die Grundschullehrer nehmen an gemeinsamen Fachkonferenzen mit der Oberschule teil
– die weiterführenden Schulen geben den Grundschulen Rückmeldung über den Schulerfolg der Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6
– die Grundschule leitet Informationen (z.B. Anmeldetermine, Formulare, Tage der offenen Tür…) der weiterführenden Schulen an die Eltern der Viertklässler weiter

2.7.2 … außerschulischen Institutionen und Partnern

Die Katharinenschule pflegt eine Reihe von Kooperationen mit außerschulischen Partnern.

Folgende außerschulische Angebote werden regelmäßig genutzt:

 Kirchen

Als christliche Grundschule pflegt die Katharinenschule eine regelmäßige Zusammenarbeit mit der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde:
– Gottesdienste (Schuljahresanfangsgottesdienst, Einschulungsgottesdienst, Erntedankgottesdienst, Gottesdienst zum Namenstag der heiligen Katharina, Aschermittwoch, Gottesdienst zum Reformationstag, Dankgottesdienst zur Erstkommunion für das dritte Schuljahr, Abschlussgottesdienst der vierten Klassen)
– Messdienergruppen und der Kolpingverein stellen sich in der Schule vor und informieren über ihre Projekte und Möglichkeiten der Mitarbeit in der Kirchengemeinde.
– Im Rahmen der Erstkommunionsvorbereitung hält der Pastor eine Kontaktstunde in den dritten Schuljahrgangsklassen.
– Die Religionslehrer und Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche laden gegenseitig zu einem jährlichen Zusammentreffen mit intensivem Austausch ein.

 Bibliothek in Bakum

Zur Förderung der Lesekultur besuchen die Schülerinnen und Schüler regelmäßig die Bücherei der katholischen Kirchengemeinde.
– Führungen des Büchereiteams mit einer Einführung in das Büchereiwesen
– Organisation von Autorenlesungen
– Vorstellung von Neuerscheinungen und Zusammenstellung von Bücherkisten für den Unterricht

 Ortspolizei Bakum

– Jährliche Überprüfung der Fahrräder auf Verkehrssicherheit
– Durchführung der praktischen Fahrradprüfung im Realverkehr in den vierten Klassen
 Feuerwehr Bakum

– Besuch der Feuerwehr im Rahmen des Sachunterrichts der dritten Klassen

 Rathaus Bakum

– Besuch des Rathauses im Rahmen des Sachunterrichts in den vierten Klassen inklusive einer Führung durch die verschiedenen Ämter.

 Gesundheitsamt Vechta

– regelmäßig nehmen alle Schülerinnen und Schüler an der Zahnprophylaxe teil
– eine Beraterin wird im Rahmen des Sachunterrichts zum Thema „Gesunde Ernährung“ eingeladen
– die Schule unterstützt die Zahnarztkartenaktion
– die Einschulungsuntersuchung durch die Ärztin des Gesundheitsamtes findet in den Räumen der Grundschule statt.

 Theaterpädagogische Werkstatt

Zur Prävention von Gewalt und sexuellem Missbrauch wird das Theaterstück „Mein Körper gehört mir“ für die Dritt- und Viertklässler regelmäßig gebucht. In dieser Präventionsmaßnahme werden den Kindern Strategien vermittelt, die ihnen mehr Sicherheit gegen sexuellen Missbrauch geben können.

 MFM (=My fertiliy matters)

Durch Referenten des SKF (=Sozialdienst katholischer Frauen) erfahren Mädchen und Jungen der dritten bzw. vierten Klassen geschlechtsgetrennt, kindgerecht und anschaulich Veränderungen in der Pubertät.

 Puppenbühne der Polizei Wilhelmshaven

In Rahmen der Präventionsarbeit wird die Puppenbühne engagiert. Angeboten wird für die ersten und zweiten Schuljahre ein Theaterstück zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr, für die dritten und vierten Klassen stehen die Themen „Gewalt ist keine Lösung“ und „Medienkompetenz“ im Mittelpunkt.

 Kreismusikschule Vechta

Im ersten Schuljahr stellt eine Blockflötistin die Instrumentenfamilie der Blockflöten vor. Im Anschluss an den Unterricht werden für die ersten und zweiten Klassen Blockflötenkurse angeboten, für den die Schule den Raum zur Verfügung stellt. Bei musikalischen Vorführungen präsentieren die Gruppen ihr Können der Schulgemeinschaft.

Für die Dritt- und Viertklässler gibt es eine Einführungsveranstaltung zu den Blechblasinstrumenten.

2.8 Außerschulische Lernorte

Außerschulische Lernorte leisten einen wichtigen Beitrag für nachhaltiges und ganzheitliches Lernen. Der Schulalltag der Schüler wird abwechslungsreicher und interessanter gestaltet. Neben der Förderung der Lernfreude trägt das Aufsuchen außerschulischer Lernorte auch dazu bei, den näheren und weiteren Heimatraum kennenzulernen.

Einige Beispiele:
– Gemeinderundfahrt
– Besichtigung der Bakumer Kirchen
– Besuch einer Moschee
– Bauernhoferkundung, Telbrake
– Mit der Nordwestbahn nach Osnabrück mit Rathausführung und Dombesichtigung
– Heimathaus Bakum
– Zoobesuch, Osnabrück
– Nordsee (Watt- und Seehundstation)
– Industriemuseum Lohne
– Theater Osnabrück
– Musical-AG-Aufführungen in Lohne
– Freilichttheater Lohne
– Tierpark Thüle

2.9 Mobilität

Die Verkehrserziehung erfolgt im Sachunterricht gemäß den curricularen Vorgaben, dabei muss die Verkehrssicherheit der Kinder weiterhin in der Verantwortung der Eltern liegen. Die Schule kann die Kinder nur unterstützend begleiten.
In der Fachkonferenz Sachunterricht vom 28.10.2013 wurde beschlossen, dass:

– In den Klassen 1 und 4 – wie von der Verkehrswacht empfohlen – pro Schuljahr 20 Unterrichtsstunden Verkehrserziehung stattfinden. In den Klassen 2 und 3 sind es jeweils 10 Unterrichtsstunden pro Schuljahr.

– Aus dem eingeführten Lehrwerk „Pusteblume“ werden in den Klassen 2 bis 4 verbindlich die Themen zur Verkehrserziehung aus der Perspektive Raum behandelt.

– Dieses theoretische Lernen wird durch praktische Übungen im Verkehr ergänzt.

2.10 Ziele für die Zukunft

Neben dem Bereich der Schulentwicklung (siehe Punkt 3) sind künftige Arbeitsschwerpunkte:

– Inklusionskinder und Kinder mit Migrationshintergrund und fehlenden Sprachkenntnissen verstärkt in den Schulalltag integrieren

– Schülerinnen und Schüler mit besonderen Lernleistungen und Begabungen verstärkt fordern (Entwicklung eines Forderkonzeptes)

– Optimierung des kollegialen jahrgangsübergreifenden Austauschs

– Schuleigene Laptops regelmäßig warten und den Internetzugang vereinfachen

– Erstellung von kompetenzorientierten exemplarischen Unterrichtseinheiten im Jahrgangsteam

– Ausleihhütte beantragen, um darin die Pausenausleihe verschiedener Pausengeräte gemeinsam mit dem Schülerrat zu organisieren.

– Ziele zur Unterrichtsentwicklung evaluieren

2.11 Konzepte

Aktuell liegen folgende Konzepte in schriftlicher Form vor:

– Ablaufplan: Einführung neuer Lehrkräfte
– Betreuungskonzept
– Förderkonzept
– Hausaufgabenkonzept
– Inklusionskonzept
– Konzept „Inklusive Schule“
– Konzept „Musikalische Grundschule“
– Konzept „Offene Ganztagsschule“
– Medienkonzept
– Methodenkonzept
– Mobilitätskonzept
– Pausenkonzept/Regenpause
– Personalentwicklungskonzept
– Schülervertretungskonzept „Wir mischen mit“
– Sicherheitskonzept, dies beinhaltet:
• Verhalten im Brandfall
• Erste Hilfe
• Verkehrserziehung
• Gewaltprävention
• verschiedene Sicherheitsaspekte
• Gesundheitserziehung
• Aufsicht
• Anwesenheitsprüfung
• Evaluation bis 2017/2018
– Vertretungskonzept

3. Schulentwicklung

3.1 Die Katharinenschule als verlässliche Grundschule

Nach eingehenden Beratungen und Elterninformationen beschloss die Gesamtkonferenz, ab Schuljahresbeginn 2000/2001 die Katharinenschule als „Verlässliche Grundschule“ zu führen.

Verlässliche Unterrichtszeiten und ein Betreuungskonzept (ebenda) für die Klassen 1 und 2 sind die Kernpunkte der „Verlässlichen Grundschule“.

Als Verlässliche Grundschule bietet die Katharinenschule allen Schülerinnen und Schülern der Klassen 1 und 2 eine garantierte Betreuung an vier Tagen in der Woche von 11.10 Uhr bis 12.10 Uhr an. Freitags findet in der 5. Stunde regulärer Unterricht statt.

Während der Betreuungszeit sollen die Kinder Freiräume zum Spielen oder auch Rückzug finden, soziale Kontakte knüpfen oder Angebote wahrnehmen.

Dieses Konzept ist gebunden, das bedeutet verpflichtend für alle Schüler, die am Ganztag teilnehmen.

3.2 Die Katharinenschule als „Musikalische Grundschule“

Ab dem Schuljahr 2012/2013 nahm die Katharinenschule als eine von 100 Grundschulen der ersten Staffel in ganz Niedersachsen am Schulentwicklungs-projekt „Musikalische Grundschule“ teil.

Initiiert wurde das Projekt von der Bertelsmann-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem niedersächsischen Kultusministerium, dem NLQ.

Wichtiges Ziel des Projektes sind die „4M“ – mehr Musik von mehr Menschen in mehr Fächern zu mehr Gelegenheiten.

Am Ende der zweijährigen Projektzeit waren alle Kriterien erfüllt, um für den Zeitraum von 2012 bis 2017 als Musikalische Grundschule zertifiziert zu werden.

Aus dem Entwicklungsprojekt heraus soll im Jahreslauf die schulinterne Veranstaltung „Jeder kann etwas“, in der einzelne Kinder, Gruppen oder ganze Klassen ihre einstudierten Beiträge der Schulgemeinschaft vorstellen können, fest verankert bleiben.


 Aktivitäten, Maßnahmen, Evaluation

Im Jahr 2015/2016 hat es folgende Aktivitäten gegeben:
– Einschulungsfeier
– verschiedene musikalisch gestaltete Gottesdienste
– Fachkonferenz Musik
– „Musik den ganzen Tag“ – gemeinsames Singen zum Geburtstag der MuGS
– „Jeder kann etwas“ vor den Herbstferien
– Regionale Fachtagung an der Katharinenschule
– Weihnachtslieder singen und spielen an der Krippe im Advent
– Besuch des Theaters Osnabrück „Das Gespenst von Canterville“
– Besuch des Gymnasiums Lohne, aufgeführt wurde „Tabaluga“ durch die Musik-/Theater-AG
– „Jeder kann etwas“ vor den Osterferien

Zukünftige Maßnahmen im Schuljahr 2015/2016:
– Besuch der Regionaltagung in Osnabrück, der Fachtagung in Stapelfeld durch die Musikkoordinatorin
– Planung des nächsten Theaterbesuchs im Advent 2016
– „Jeder kann etwas“ im Juni
– Abschiedslied für die Viertklässler

In der Fachkonferenz zu Beginn des Schuljahres wurde festgestellt, dass es für fachfremd unterrichtende Lehrkräfte zu wenig Lehr- und Unterrichtswerke an der Schule gibt. Aus diesem Grunde wurden zur Unterrichtsvorbereitung zwei neue Lehrwerke für den 1. und 2. Jahrgang beschafft.

Auf einer Dienstbesprechung wurde die Vorbereitung, Durchführung und Terminierung der „Jeder kann etwas“ Stunden evaluiert. An dieser Stelle wurde nachgesteuert.

An eine Rezertifizierung im Schuljahr 2016/2017 wird nach derzeitigem Stand der Schulentwicklung nicht gedacht.

3.3 Die Katharinenschule als „Offene Ganztagsschule“

Die Möglichkeit einer „Offenen Ganztagsschule“ knüpft nahtlos an die Ganztagsbetreuung im Kindergarten an. Sie leistet einen Beitrag zur Entlastung von Familien und Alleinerziehenden. Mütter und Väter, die Beruf und Kindererziehung miteinander vereinbaren müssen, werden durch den Ganztag unterstützt.

Durch den Lebens- und Erfahrungsraum Schule werden soziale Erfahrungen für Kinder unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft geschaffen.

Die Schülerinnen und Schüler sollen in der „Offenen Ganztagsschule“ gefördert und unterstützt werden:
– in ihrer Entwicklung
– zur Selbstständigkeit und Selbstbestimmung
– in ihren sozialen Fähigkeiten: Kooperationsfähigkeit, Sensibilität, Solidarität, Hilfsbereitschaft und Kritikfähigkeit

Mit Beginn des Schuljahres 2013/2014 wurde an der Katharinenschule Bakum die „Offene Ganztagsschule“ eingeführt.

„Offene Ganztagsschule“ heißt:
– freiwillige Teilnahme an allen Nachmittagsangeboten
– tageweise Anmeldung möglich
– kein Klassenunterricht am Nachmittag

Die Anmeldung zur „Offenen Ganztagsschule“ ist für ein halbes Jahr verbindlich.

Kinder der 1. und 2. Klasse, die an der „Offenen Ganztagsschule“ teilnehmen sollen, müssen auch am Betreuungsangebot in der 5. Stunde teilnehmen.

 Der Schulvormittag

Die Unterrichtszeiten der Verlässlichen Grundschule bleiben unverändert. Die Betreuungsstunden für die ersten und zweiten Klassen bleiben von Montag bis Donnerstag bestehen.

An vier Tagen pro Woche (Montag bis Donnerstag) schließt sich die „Offene Ganztagsschule“ an. Am Freitag haben die ersten und zweiten Klassen fünf Stunden Unterricht. Die dritten und vierten Klassen haben freitags sechs Stunden.

 Mittagessen

Das Mittagessen ist freiwillig und wird in der Mensa der Katharinenschule eingenommen. Das Essen wird von der Firma Landwehr geliefert. Die Kosten für das Mittagessen werden mit 3,50 € pro Tag, davon übernimmt der Schulträger 0,50 €, in Rechnung gestellt.

Soll ein Kind an der „Offenen Ganztagsschule“ teilnehmen, aber nicht am Mittagessen, so muss es sich etwas zum Essen mitbringen.

Vor bzw. nach dem Mittagessen ist eine Ruhe- bzw. Bewegungspause vorgesehen. Jedes Kind kann sich seinem Naturell entsprechend in die Ruhezone zurückziehen oder sich bewegen.

 Hausaufgabenbetreuung

Die Hausaufgabenbetreuung wird von Lehrkräften bzw. qualifizierten pädagogischen Mitarbeitern geleitet und findet in festen Klassenräumen der Grundschule statt. Durch klare Strukturen (feststehender Raum, feste Zeitvorgabe, angemessene Atmosphäre, feste Ansprechpartner) soll das erfolgreiche Anfertigen der Hausaufgaben ermöglicht und individuell unterstützt werden.

Die Hausaufgabenbetreuung beinhaltet keine Förder- und Fordermaßnahmen. Die angefertigten Aufgaben werden kontrolliert, können aber noch fehlerhaft sein. Die Kontrolle und Vernetzung von Unterricht und Hausaufgabenbetreuung erfolgt über Hausaufgabenhefte. Diese sind sorgfältig zu führen und von den Eltern zu kontrollieren.

Die Verantwortung für das vertiefende Lernen (Lesehausaufgaben, Vorbereitung für die Klassenarbeiten, Auswendiglernen) liegt weiterhin bei den Erziehungsberechtigten.

 AG – Angebote

Im Anschluss an die Hausaufgabenbetreuung sollen täglich drei AG – Angebote stattfinden. Diese Angebote sollen aus dem sportlichen, kreativen, kulturellen und spielerischen Bereich kommen.

3.4 Die Katharinenschule als inklusive Schule ab dem Jahr 2014/2015

 Inklusion an der Katharinenschule

Am 20.03.2012 hat der Niedersächsische Landtag das Gesetz zur Einführung der inklusiven Schule verabschiedet. Das bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung ihren Bedürfnissen gerecht gemeinsam unterrichtet werden. Damit ist für alle Schülerinnen und Schüler ein barrierefreier und gleichberechtigter Zugang zu den Schulen geschaffen.

Im Schuljahr 2013/ 2014 begann die Einführung der inklusiven Schule aufsteigend mit den Klassen 1 und 5.

Durch die Umsetzung des Methodenkonzepts, die im Februar 2016 begonnene Fortbildung zum Thema Inklusion für das gesamte Kollegium und durch die einheitliche Umsetzung der Regeln für ein produktives und achtsames Miteinander, die in jedem Klassenraum aushängen, kann man eine, dem christlichen Leitbild entsprechende, Bildung und Erziehung für alle beschulten Kinder erreichen.

 Individuelle Förder- und Forderpläne

Da die Schülerinnen und Schüler mit immer unterschiedlicheren Lernvoraussetzungen zur Schule kommen und auch während ihrer Grundschulzeit verschiedensten Familien- und Lebensbedingungen ausgesetzt sind, ist es zunehmend notwendig geworden, die individuelle Lernentwicklung der Kinder zu dokumentieren und daraus individuelle Förder- und Forderpläne zu erstellen.

Jedes Kind soll die Möglichkeit bekommen, individuelle Ziele zu erreichen. Durch gezielte Förder- und Forderung soll für alle eine hohe Lernmotivation beibehalten und ein angenehmes Lernklima geschaffen werden. In enger Zusammenarbeit zwischen Klassenlehrerinnen, Fachlehrerinnen und Förderschulpädagoge wird aus der Dokumentation der individuellen Lernentwicklung einmal pro Schulhalbjahr für die betreffenden Kinder ein individueller Förderplan erstellt, indem der beobachtete IST-Zustand, das angestrebte Ziel, die geplanten Maßnahmen zur Erreichung des

Zieles und die Überprüfung der Ziele schriftlich festgehalten werden. Der erstellte Plan wird dann mit den Elternvertretern der zuständigen Klassenkonferenz, den betroffenen Schülern und deren Erziehungsberechtigten ausführlich besprochen und im Schulalltag umgesetzt.

Um noch erfolgreicher an und mit den Förderplänen arbeiten zu können, wurde ein Schwerpunkt der laufenden dreiteiligen Inklusionsfortbildung auf die gemeinsame Erstellung von Förderplänen und deren Weiterführung/Evaluation gelegt. Weitere Inhalte waren die rechtlichen Grundlagen der Inklusion und die Auseinandersetzung bzw. Einsicht in verschiedene Diagnosematerialien.

Zusätzlich ist das erklärte Ziel, bis Ende 2017 auch Forderpläne für besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler zu erstellen.

 Sonderpädagogische Grundversorgung an der Katharinenschule Bakum

Im Rahmen der Inklusion erhält die Katharinenschule Bakum zurzeit (Februar 2015) vier Stunden sonderpädagogische Grundversorgung für den ersten Schuljahrgang. Das heißt, es stehen vier Förderschullehrerstunden zur Verfügung. Ziel ist die Früherkennung und Behandlung möglicher Lernschwierigkeiten.

Zurzeit verteilen sich diese Stunden zu gleichen Teilen auf beide ersten Klassen. Die Arbeit in den Klassen und mit den Schülerinnen und Schülern orientiert sich am „Regionalen Integrationskonzept des Förderzentrums Elisabethschule Vechta.“

Die ersten Wochen im neuen Schuljahr sind geprägt vom gegenseitigen Kennenlernen. Die Förderschullehrkraft hospitiert in dieser Zeit in den Klassen und führt erste Beobachtungen durch.

Bis zu den Herbstferien werden dann alle Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen mit dem Münsteraner Screening überprüft. Dies ist ein Verfahren zur Früherkennung möglicher Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten. Diesem schließt sich ggf. bei einigen Schülerinnen und Schülern das Münsteraner Training an, das regelmäßig in einer Kleingruppe durchgeführt wird. Hier geht es um das Trainieren der Basisfähigkeiten für den Schriftspracherwerb.

Nach den Herbstferien werden alle Schülerinnen und Schüler mit dem Diagnoseprogramm Kalkulie 1 überprüft. Es erkennt mögliche mathematische Schwierigkeiten. Auch hier schließt sich ggf. ein Training an. Diesem schließt sich gegen Ende des Schuljahres Kalkulie 2 an. Gegen Mitte und Ende der Klasse 1 wird die Hamburger Schreibprobe und die Hamburger Leseprobe durchgeführt.

Abseits dieser standardisierten Testverfahren bietet es sich für die Förderschullehrkraft an, im Unterricht zu hospitieren bzw. die Regelschullehrkraft zu unterstützen. Eine große Rolle nimmt auch die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf ein. Hier sind vor allem die Bereiche Lesen/Schreiben, Mathematik sowie Sozial-Emotionales Verhalten zu nennen.

Darüber hinaus unterstützt die Förderschullehrkraft bei der Anfertigung von Förderplänen und steht bei allen Fragen zum sonderpädagogischen Bereich beratend zur Verfügung.

Am Ende der zweijährigen Fortbildung des Kollegiums zur Inklusion steht die Evaluierung des bisherigen Inklusionskonzepts bzw. der Maßnahmen an.

Dieses Schulprogramm ist nicht zu Ende, es muss „step by step“ weiterentwickelt werden.